Hier erhalten Sie eine kompakte, leicht verständliche Einführung zu den grundlegenden Aspekten der Enneagrammtheorie. Ausführlichere Darstellungen finden Sie in den Literaturempfehlungen. Hier zunächst ein "gerafftes Theoriegerippe". - Das Enneagramm enthält zunächst Oberflächenbeschreibungen von neun Persönlichkeitstypen
- Es beschreibt Verwandschaften der Typen im Konzept der "Flügeltypen" (Nachbartypen).
- Es beschreibt, wie ein Typus unter Stressbedingungen und unter sicheren Rahmenbedingungen in das Muster eines anderen Typus umschlägt, im Konzept der "Pfeilrichtungen".
- Es beschreibt den "Schatten" der Persönlichkeit: was wir sind, aber nicht sein wollen, oder uns nicht wahrzunehmen getrauen.
Dazu gehört zum Beispiel - die Theorie der automatischen Ausrichtung von Aufmerksamkeit und
- die Theorie des Selbstideals, wie wir nämlich unsere schlechten Eigenschaften vor uns geheimhalten, indem wir uns in typischer Weise idealisieren, sowie
- Die Theorie der emotionalen Fixierung, der Leidenschaften, bzw. im christlichen Sprachgebrauch der Wurzelsünden: ein für jeden Typus genau bestimmbares wiederkehrendes emotionales Thema.
- Jeder Typus kennt Zeiten, wo er aus der, wie ich es nenne, "Geisterbahn" der Persönlichkeitsfixierungen ausgestiegen ist, und sich nicht, ohne es sich zu versehen, in eine neue Runde von Persönlichkeitsdramen hineinkarren ließ. Die Theorie der "höheren Aspekte" gibt landkartenartig für jeden Typus an, welche Erfahrung er machen kann, wenn er der Verlockung des Geisterbahnfahrens, der Automatik der Bahn oder der Drohung des Personals einmal entgeht, wenn er also nicht in den Automatiken der Persönlichkeit verfangen ist.
Im folgenden werden diese Theorieteile kurz ausgeführt. In den Interviews werden sie illustriert und durch Ratschläge und Entwicklungshinweise ergänzt. |